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Die Inflationsraten gehen deutlich zurück. Die Lieferketten funktionieren wieder besser. Die Energiepreise sinken. Doch nur auf den ersten Blick ist alles weitgehend im Plan. Denn die Inflation könnte zurückkehren.
Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland halten die gezielte Auswahl überlegener Wertpapiere (sog. Stock-Picking) noch immer für das Qualitätsmerkmal ihrer Arbeit schlechthin. Dabei verfehlen sie aller Werbeversprechen zum Trotz regelmäßig den oft selbst gesteckten Vergleichsmaßstab. Wieder andere investieren nur in Fonds oder ETFs und schließen Einzelaktien vollständig aus. Sie verteufeln es gar, überhaupt daran zu denken.
Wie lassen sich langfristig echte Vermögenserträge erzielen ohne große Gefahren einzugehen, das ist das tägliche Brot von Vermögensverwaltern. Was können sich normale Sparer von den Finanzprofis abschauen?
Ständige Wertschwankungen sind ein fester Bestandteil der Kapitalmärkte. Nur wer trotzdem dabeibleibt, kann sich unter dem Strich über positive Ergebnisse freuen.
Konservative Anleger mussten zuletzt eine immer geringer werdende laufende Rendite beklagen. Sie bekamen viel Risiko für sehr wenig Ertrag. Das Dilemma war allen bewusst, nur gab es keine Alternative. Mit den steigenden Zinsen gibt es wieder Ertrag und das damit einhergehende Risiko dürfte vertretbar sein. Doch das Dilemma besteht fort.
Nachhaltige Finanzprodukte sollten möglichst von unabhängigen Stellen gelabelt werden. Bisher konkurrieren hier unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlichen Kriterien. Nun will die Europäische Union (EU) will eigenes Label für nachhaltige Fonds einführen. Derzeit würden allerdings nur 16 Fonds dieses Eco-Label bekommen.
Nach der Pleite mehrerer US-Banken sowie der Crédit Suisse sind viele Menschen verunsichert. Kommt es 15 Jahre nach der Finanzkrise zu einer neuen Bankenkrise, die die Einlagen der Sparer bedroht? Wir halten das für unwahrscheinlich. Wer das Risiko verringern möchte, setzt jetzt auf sogenanntes Sondervermögen. Das sind vor allem Aktien, Aktienfonds und ETFs.
Die OPEC lässt die Muskeln spielen und fördert weniger Öl. In der Folge werden die Preise steigen und mit ihnen die
Inflation. Alle Anstrengungen der Notenbanken, die Lage unter Kontrolle zu bringen, sind auf einmal ausgehebelt. Es zeigt sich wieder einmal: Öl ist der politischste Rohstoff. Aber nicht der einzige.
Die Zinsen sind so hoch wie seit eineinhalb Jahrzehnten nicht mehr. In diesem Umfeld versprechen Unternehmensanleihen eine höhere Rendite als Staatsanleihen. Ihr Vorteil: Sie preisen als nahezu einzige Assetklasse eine volkswirtschaftliche
Abkühlung ein. Das begrenzt das Verlustpotenzial und eröffnet Anlegern Chancen.