Heizöl, Diesel und Benzin werden immer teurer. Das lässt Inflationsängste aufkommen und schürt Konjunktursorgen. Das muss alles nicht so kommen! Und selbst wenn, spricht das nicht gegen eine langfristig ausgerichtete Vermögensstrategie.
Nachhaltigkeit ist in der Geldanlage nicht verschwunden. Doch die Debatte hat sich verändert. Anleger fragen heute seltener nach ESG-Labels und häufiger nach Risiken, Erträgen und Stabilität. Vermögensverwalter beobachten einen Wandel: weg von moralischen Bewertungen, hin zu wirtschaftlichen Kriterien.
Offene Immobilienfonds stehen unter Druck. Fonds schließen, Bewertungen sinken und an der Börse werden viele Produkte mit deutlichen Abschlägen gehandelt. Dennoch sehen Vermögensverwalter die Anlageklasse nicht einheitlich kritisch. Ihr Blick auf Chancen und Risiken fällt differenziert aus.
Beim Wert einer Nachlassimmobilie prallen mitunter viele Meinungen aufeinander. Nicht nur die Erben selbst sind oft unterschiedlicher Auffassung, welcher Preis angemessen ist, sondern auch beteiligte Experten wie Makler und Gutachter kommen bei ihren Wertermittlungen oft zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Vor allem in Erbengemeinschaften kann das zum Dilemma geraten.
Kaum ein Thema begegnet mir in der Finanzplanung häufiger als die Frage: „Wie übertragen wir unser Vermögen sinnvoll auf unsere Kinder?“ Häufig fehlt nicht der Wille zur Vermögensübertragung, sondern die notwendige Liquidität. Die Eltern besitzen Immobilien mit erheblichem Wert – ihre Kinder verfügen jedoch häufig nicht über die finanziellen Mittel, um den Erwerb oder eine mögliche Schenkungsteuer zu finanzieren.
Deutsche Wohnimmobilien sind mehrheitlich in die Jahre gekommen. 60 Prozent der rund 43,8 Millionen Wohnungen sind vor 1979 gebaut worden. Das zumindest ergab die letzte Zensus-Befragung mit Stand Mai 2022 (Quelle: Zensusdatenbank, Tabelle ‘Gebäude: Baujahr (Jahrzehnte)’, 26.06.2026). Die strengen Wärmeschutzanforderungen, die heute gelten, waren bis Ende der Siebziger Jahre noch nicht in Kraft. Besonders Gebäude aus den 1950er bis 1980er Jahren weisen häufig Defizite bei Dämmung, Fenstern und Heizsystemen auf.
Zwei, drei oder gar vier Prozent Zinsen und jederzeit verfügbar – das ist doch ein Grund zu jubeln, könnte man denken. Warum solche Lockangebote schön und gut sind, aber auf keinen Fall eine langfristige Strategie ersetzen sollten.
Lange galten offene Immobilienfonds als verlässliche Geldanlage für sicherheitsorientierte Anleger. Doch Rücknahmestopps, Fondsschließungen und Milliardenabflüsse haben das Image ins Wanken gebracht. Was hinter den Turbulenzen steckt und welche Lehren Anleger daraus ziehen sollten.
„Die Axt im Haus erspart den Zimmermann“. Nach dem Motto werden auch heute noch viele Testamente geschrieben. Man spricht mit Freunden und Bekannten, besucht lokale Informationsabende zu Erben und Schenken – und bringt dann zu Papier, was man zusammengetragen und notiert hat. Gut gemeint, fachlich gesehen aber fahrlässig. Denn ein Testament ist nicht automatisch gut, weil es da ist. Es ist gut, wenn es die eigenen Wünsche und Ziele rechtssicher formuliert und umsetzt.