- Arbeitsschwerpunkte: Klaus Morgenstern, unabhängiger Fachjournalist, recherchiert und schreibt seit mehr als 40 Jahren zu Wirtschafts- und Finanzthemen mit besonderem Fokus auf Altersvorsorge, Betriebsrenten und Finanzvertrieb.
- Branchenerfahrung: Von 2012 bis Oktober 2025 war er Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Ebenso war er verantwortlicher Fachredakteur bzw. Chefredakteur verschiedener Fachpublikationen, beteiligt an einem Belegschafts-Buy-Out für ein Verlagsunternehmen und selbst auch unternehmerisch im Verlagsbereich tätig.
- Qualifikationen: Diplomjournalist mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Finanzen, davon etwa ein Drittel in Chefredakteur-Verantwortung
- Weitere Aufgaben: mehr als zehn Jahre Mitglied in der Jury des Deutschen bAV-Preises, Mit-Herausgeber der DIA-Studie 50plus, bis 2025 Host eines Podcast, der sich mit Themen der Altersvorsorge und Demografie beschäftigt.
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Beim Wert einer Nachlassimmobilie prallen mitunter viele Meinungen aufeinander. Nicht nur die Erben selbst sind oft unterschiedlicher Auffassung, welcher Preis angemessen ist, sondern auch beteiligte Experten wie Makler und Gutachter kommen bei ihren Wertermittlungen oft zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Vor allem in Erbengemeinschaften kann das zum Dilemma geraten.
Deutsche Wohnimmobilien sind mehrheitlich in die Jahre gekommen. 60 Prozent der rund 43,8 Millionen Wohnungen sind vor 1979 gebaut worden. Das zumindest ergab die letzte Zensus-Befragung mit Stand Mai 2022 (Quelle: Zensusdatenbank, Tabelle ‘Gebäude: Baujahr (Jahrzehnte)’, 26.06.2026). Die strengen Wärmeschutzanforderungen, die heute gelten, waren bis Ende der Siebziger Jahre noch nicht in Kraft. Besonders Gebäude aus den 1950er bis 1980er Jahren weisen häufig Defizite bei Dämmung, Fenstern und Heizsystemen auf.
Rund die Hälfte aller Erbschaften in Deutschland enthalten Immobilien: ein Haus, eine Eigentumswohnung oder auch nur ein bislang unbebautes Grundstück. Am häufigsten unter dem Immobilienerbe – das Familienheim. Das selbst genutzte Wohneigentum ist zudem oft der größte Vermögenswert privater Haushalte und demzufolge auch einer der größten Posten einer Erbschaft in der Familie.
Dabei muss es sich gar nicht um ein Eigenheim im Umland von München oder im Speckgürtel von Berlin handeln. Nach dem Anstieg der Immobilienpreise in der jüngeren Vergangenheit haben auch Häuser in vielen anderen Regionen beachtlich an Wert gewonnen. Wegen dieser starken Wertsteigerung machen sich auch viele Immobilienbesitzer Gedanken darüber, ob der hohe Wert im Erbfall auch zu hohen Steuern für die Erben führt.