Cash als Ruhepol im Sturm
Dieser Text wurde durch den freien Journalisten Alexander Heintze mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Die Schlagzeilen sind laut, die Märkte schwanken. Geopolitische Krisen halten die Anleger in Atem. Der Ruf nach mehr Liquidität wird lauter. Doch Cash ist kein Allheilmittel, eine Krise kein Signal für hektische Verkäufe. „Ich halte nichts davon, während einer solchen Phase Aktien oder Anleihen zu verkaufen, um mehr Cash zu halten“, sagt Andreas Görler von der Vermögensverwaltung Wellinvest-Pruschke & Kalm in Berlin.
Mathias Lebtig von der GFA FP Vermögensverwaltung in Herbolzheim warnt ebenfalls davor, sich von Schlagzeilen treiben zu lassen. „Für Anleger mit einem Anlagehorizont von mehr als zehn Jahren ist es selten sinnvoll, die Ausrichtung des Depots wegen geopolitischer Ereignisse zu ändern. Märkte drehen oft, bevor sich die Lage politisch aufklärt“, weiß der Experte.
Meist sei es ohnehin zu spät, während einer laufenden Korrektur Cash aufzubauen, weiß Philipp Eichhorn von der I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung in Mannheim. Wer bei fallenden Kursen verkaufe, müsse in vielen Fällen Verluste realisieren. „Idealerweise wird die Cashquote vor einer Krise aufgebaut und nicht währenddessen. Liquidität entfaltet ihren größten Nutzen dann, wenn sie bereits vorhanden ist und gezielt in Schwächephasen eingesetzt werden kann“, so Eichhorn.
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Wann eine höhere Cashquote sinnvoll sein kann
Gleichzeitig kann eine moderat höhere Liquidität in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Roland Schmack von Meine Werte in Münster hält eine gewisse Erhöhung der Cashquote durchaus angebracht. „Sie dämpft Schwankungen und schafft Flexibilität und Handlungsfähigkeit für spätere Einstiege“, meint er. Der Baranteil ermögliche es, günstiger wieder einzusteigen. Wer langfristig investiert, sollte aber nicht überreagieren. „Historisch haben sich Märkte trotz Krisen immer wieder erholt. Zu viel Cash birgt das Risiko, Renditechancen zu verpassen und real durch Inflation zu verlieren. Eine moderate Anpassung ja – hektisches Umschichten nein“, ist sein Fazit.
Ortay Gelen von der AXIA Asset Management in Dortmund spricht von einem „Angstpuffer“, der vor allem psychologisch wirke: „Wer jetzt schlecht schläft, hat vermutlich schon vorher zu viel Risiko getragen – das war nur in ruhigeren Zeiten nicht spürbar“, ist seine Einschätzung. In diesem Fall sei eine höhere Cashquote sinnvoll, um die Nerven zu schonen, auch wenn das Rendite koste.
Wie viel Cash ist angemessen?
Wie hoch der Baranteil sein soll, hängt ebenfalls von der eigenen Risikobereitschaft ab. „Unvorhersehbare Ausgaben sollten mit etwa drei Nettogehältern abgedeckt werden“, rät Petra Ahrens, Vorständin der Maiestas Vermögensmanagement in Köln. Darüber hinaus halten die befragten Vermögensverwalter zwischen fünf und zwanzig Prozent Bargeldreserve als angemessen. „Mehr kostet auf Dauer Rendite und ist höchstens für besonders risikoaverse oder kurzfristig stark liquiditätsbedürftige Anleger zu empfehlen“, sagt Schmack.
Das Geld solle auf verzinsten Tagesgeldkonten und Festgeldkonten angelegt werden, um flexibel zu sein. „Für größere Cash-Bestände sind ausgewählte Geldmarktfonds und –ETFs die effizienteste Lösung“, ergänzt Lebtig.
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Tipps für Anleger: Cashquote richtig wählen
Notreserve sichern: Halten Sie drei bis sechs Monatsgehälter für unvorhergesehene Ausgaben bereit.
Moderate Liquiditätsquote planen: Viele Experten sehen rund 5 % bis 15 % als sinnvoll an. Etwa 10 % gelten als guter Richtwert. Mehr als 20 % sollten es nicht sein. Die konkrete Höhe hängt jedoch von den individuellen Umständen ab.
Nicht hektisch reagieren: Bauen Sie Liquidität nicht erst im laufenden Kursrückgang auf. Das führt oft zu ungünstigen Verkäufen.
Langfristig investiert bleiben: Wer einen langen Anlagehorizont hat, sollte seine Strategie nicht an aktuellen Krisen ausrichten.
Cash sinnvoll anlegen: Nutzen Sie Tagesgeld oder Geldmarktfonds. Reines Guthaben ohne Zinsen verliert an Wert.
Emotionen beachten: Eine etwas höhere Cashquote kann helfen, ruhig zu bleiben und Fehlentscheidungen zu vermeiden.
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