Der einfache Weg zum ETF-Portfolio

Der einfache Weg zum ETF-Portfolio


ETFs gelten als günstiger Einstieg in den Kapitalmarkt. Doch der erste Schritt will gut geplant sein. Vermögensverwalter raten zu klaren Zielen, breiter Streuung und Disziplin. Wer diese Grundregeln beachtet, kann mit einfachen Mitteln ein stabiles Portfolio aufbauen.

Dieser Text wurde durch den freien Journalisten Alexander Heintze mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt.

Der Zugang zum Kapitalmarkt war selten so einfach wie heute. Mit wenigen Klicks lässt sich ein Depot eröffnen und ein Sparplan starten. Doch die vermeintliche Leichtigkeit birgt Risiken. Ohne klare Struktur drohen Fehlentscheidungen. Entscheidend ist ein sauberer Start.

„Der Einstieg sollte immer systematisch erfolgen!“, sagt Tobias Zauner, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Das Wertehaus aus München. Am Anfang steht der Blick auf die eigene finanzielle Lage. Rücklagen für Notfälle in Höhe von drei bis sechs Monatsausgaben sind Pflicht. Schulden mit hohen Zinsen sollten zuvor abgebaut werden. Erst dann folgt der nächste Schritt.

Ziele geben die Richtung vor

Anleger müssen wissen, ob sie langfristig Vermögen aufbauen oder mittelfristig sparen wollen. Daraus leiten sich Anlagedauer und Risikobereitschaft ab. Roland Schmack, Geschäftsführer von Meine Werte aus Münster, betont: „Nur Geld, das längerfristig nicht benötigt wird, sollte investiert werden.“

Dann folgt die Auswahl des Depotanbieters. Sogenannte Neobroker locken oft mit niedrigen Kosten. „Der Nachteil von Neobrokern liegt in der eingeschränkten Produktpalette, möglichen technischen Ausfällen und dem oft fehlenden persönlichen Service“, gibt Lennart Burger von Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung & Family Office aus Hamburg zu bedenken. Direktbanken verbinden dagegen oft Preis, eine gute Auswahl und Service „Für Anleger, die Wert auf einen Mix aus Kosteneffizienz und Service legen, sind sie eine gute Wahl“, findet Burger. Klassische Hausbanken punkteten dagegen mit der persönlichen Beratung vor Ort, seien aber häufig die teuerste Option.

Nach der Depoteröffnung bietet sich als Fundament ein breit gestreuter ETF an. Sogenannte Welt-ETFs bilden viele tausend Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen ab. Wichtig zu wissen: In vielen global anlegenden ETFs sind US-Unternehmen stark vertreten. Wer das ausgleichen möchte, könne gezielt Schwellenländer ergänzen, so Schmack. Das müsse aber zur eigenen Risikoneigung passen.

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Bei der Auswahl sollten Anleger auf die Kostenquote achten. Diese sollte idealerweise unter 0,2 Prozent pro Jahr betragen, wie die Beratungspraxis vieler Vermögensverwalter zeigt, sagt Schmack. Zudem sollte das Fondsvolumen ausreichend groß sein. Ein Fonds mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro gelte am Markt häufig als weniger anfällig für eine Schließung. Wichtig sei auch, dass der Fonds die Aktien tatsächlich besitze, also physisch replizierend sei, wie es im Fachjargon der ETFs heißt. Ob ein ETF Dividenden direkt wieder anlegt (thesaurierend) oder auszahlt (ausschüttend), hänge von der persönlichen Strategie und dem Wunsch nach regelmäßigem Einkommen ab, erklärt Schmack.

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Beim Aufbau des Portfolios gilt: Weniger ist oft mehr. Ein Kern aus globalen Aktien kann durch weitere Bausteine ergänzt werden. Wichtig ist die Balance zwischen Risiko und Stabilität. Zauner fasst die Grundsätze zusammen: „Die Portfoliokonstruktion folgt drei Prinzipien“. Dazu zählen breite Streuung, passende Aktienquote und regelmäßige Anpassung. Einig sind die die Vermögensexperten, dass ein Sparplan, der monatlich automatisch investiert die sinnvollste Art ist, ein Depot aufzubauen. Dabei wird der Durchschnittskosteneffekt effektiv genutzt: Bei fallenden Kursen werden mehr Anteile, bei steigenden weniger gekauft.

Die Gewichtung hängt von der Lebensphase ab

Jüngere Anleger setzen stärker auf Aktien. Ältere reduzieren Schwankungen mit Anleihen und liquidem Polster. „Während der Vermögensaufbauer auf maximale Rendite und Zinseszinseffekt setzt, steht für den Ruheständler der Kapitalerhalt und die regelmäßige Entnahme im Vordergrund“, sagt Schmack.

Am Ende entscheidet die Disziplin. Hier mahnt Burger zur Kontinuität. „Wichtig ist, die eigene Strategie zu verstehen und nicht ständig zu ändern.“ Das einfache Prinzip habe sich über Jahre bewährt und führe erfahrungsgemäß häufig zu besseren Ergebnissen als hektische und emotionale Umschichtungen.

Die Anlage in Wertpapieren ist auch immer mit Risiken verbunden. Anleger sollten sich vor Abschluss einer Investition über die einschlägigen Risiken informieren. Nähere Informationen zu möglichen Risiken finden Sie unter: https://www.v-check.de/risikohinweise

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