Dividendenaristokraten weltweit - Die unbekannten Aristokraten für Dividenden-Fans

Dividendenaristokraten weltweit - Die unbekannten Aristokraten für Dividenden-Fans


Wenn Anleger an Dividendenaristokraten denken, kommen ihnen meist US-Konzerne oder deutsche Blue Chips in den Sinn. Doch auch außerhalb dieser Märkte gibt es Unternehmen, die über Jahre hinweg ihre Ausschüttungen steigern und damit interessante Perspektiven für Einkommensinvestoren eröffnen.

Was sind Dividendenaristokraten?

Dividendenaristokraten sind Unternehmen, die ihre Dividende über einen langen Zeitraum hinweg kontinuierlich erhöhen oder zumindest stabil halten. Sie gelten als besonders verlässlich, weil sie über solide Geschäftsmodelle verfügen, stabile Cashflows erwirtschaften und eine disziplinierte Kapitalpolitik verfolgen. Aktionäre profitieren von einer langfristigen Ausschüttungspolitik, die oft über Jahrzehnte hinweg Bestand hat. Studien zeigen, dass Dividendenaristokraten historisch eine überdurchschnittliche Wertentwicklung bei gleichzeitig geringerer Volatilität aufweisen.

Internationale Dividendenaristokraten: Beispiele aus Neuseeland, China und Skandinavien

Im internationalen Vergleich ist Dividendenaristokrat allerdings nicht einheitlich definiert. In den USA gilt meist ein Zeitraum von 25 Jahren kontinuierlicher Dividendenerhöhungen, in Europa reichen häufig zehn Jahre. Doch auch wer über den Tellerrand hinausblickt, findet solche Aristokraten.

In Neuseeland etwa ist Spark New Zealand, das größte Telekommunikationsunternehmen des Landes, ein Beispiel für nachhaltige Ausschüttungspolitik. Seit der Umbenennung von Telecom Corporation of New Zealand Limited 2014 stieg die Dividende pro Aktie von 0,16 auf 0,27 NZD.

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In Hongkong ist CLP Holdings als Energieversorgungsunternehmen ein gutes Beispiel für Ausschüttungsstabilität. Die Dividende wurde über 15 Jahre hinweg in kleinen Schritten von 2,48 HKD (2009) auf 3,15 HKD (2024) erhöht. Diese kleinen Anhebungen passen zur Regulierung und zur Planbarkeit des Geschäftsmodells. Novo Nordisk ist ein Aristokrat skandinavischer Prägung. Das Unternehmen ist ein Paradebeispiel dafür, dass Dividendenwachstum aus Profitabilität und Kapitaldisziplin kommen sollte. Seit 2011 wuchs die Ausschüttung von 1 DKK auf 11,65 DKK pro Aktie, mit nur einem einmaligen Rückgang zwischen 2016 und 2017.

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Viele Märkte außerhalb der USA haben Dividendenkulturen, die stark an Substanz, Regulierung oder Rohstoffzyklen gekoppelt sind. So lässt sich das Dividendeneinkommen stabilisieren. Zudem finden sich außerhalb der großen Leitindizes oft attraktivere Bewertungen bei soliden Ausschüttungsquoten. Wer also nicht nur auf die bekannten Aristokraten aus dem Dax oder S&P 500 setzt, kann sein Portfolio breiter aufstellen und von unterschiedlichen Wirtschaftszyklen profitieren. Neben der Risikostreuung eröffnen sich zudem andere Cashflow-Quellen.

Risiken bei internationalen Dividendenaristokraten

Natürlich gibt es auch Risiken. Eine hohe Dividendenrendite ist nicht immer ein Qualitätsmerkmal, sondern kann ein Warnsignal sein. Sie kann sie auf politischen Einfluss, schwache Governance oder eine Finanzierung der Dividende aus Schulden hinweisen. Vorsicht ist auch bei „unentdeckten“ Werten geboten: Manche Unternehmen halten ihre Dividenden nur über Zyklen hinweg stabil, indem sie die Ausschüttungsquote erhöhen oder Einmaleffekte nutzen – das kann langfristig problematisch werden. Diese Firmen sind oft weniger liquide und reagieren stärker auf Marktbewegungen.

Wie können Anleger investieren?

Neben einzelnen Titeln bieten ETFs und aktive Fonds die Möglichkeit, in Dividenden zu investieren. Indexbasierte ETFs setzen systematisch auf Unternehmen mit stabilen oder steigenden Ausschüttungen, oft mit globaler oder regionaler Ausrichtung. Aktive Fonds gehen einen Schritt weiter: Sie prüfen Bilanzqualität, Cashflows und Governance, um sogenannte Dividend Traps zu vermeiden. Dies kann insbesondere in weniger transparenten Märkten von Vorteil sein.

Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt.

Die Anlage in Wertpapieren ist auch immer mit Risiken verbunden. Anleger sollten sich vor Abschluss einer Investition über die einschlägigen Risiken informieren. Nähere Informationen zu möglichen Risiken finden Sie unter: https://www.v-check.de/risikohinweise

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