
Kupfer-Blues und Silber-Glanz
Hinweis: Dieser Text wurde durch den freien Journalisten Alexander Heintze mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Zwischen Enttäuschung und Stabilität: Kupfer, Silber und Platin
Kupfer, einst als Indikator für die globale Konjunktur gefeiert, enttäuscht trotz langfristiger positiver Aussichten. Die chinesische Bauwirtschaft, ein bedeutender Nachfragetreiber, schwächelt weiterhin. Außerdem drücken die Angebotsausweitungen durch Peru und Indonesien die Preise weiter. Zudem sind die Lagerbestände an der Londoner Metallbörse auf dem höchsten Niveau seit Oktober 2021. „Kein Wunder also, dass Kupfer trotz langfristig bullisher Narrative aktuell eher enttäuscht“, kommentiert Michael Wittek von der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung.
Silber steht hingegen im Rampenlicht. Die geopolitische Lage, Schuldenberge und die Unsicherheiten der US-Geldpolitik treiben den Wert an. „In genau solchen Phasen erinnern sich Anleger an die klassischen Wertspeicher und Silber profitiert doppelt: als Edelmetall mit Inflationsschutz und als Industriemetall mit Zukunft“, erklärt Wittek weiter. Die Nachfrage für Solarpanels und Medizintechnik unterstreiche das Interesse an Silber.
Platin zeigt sich überraschend stabil. Produktionsunterbrechungen in Südafrika haben das Angebot verknappt, während die Nachfrage der Automobilindustrie wieder leicht anzieht. Diese Faktoren stärken Platin und machen es für Anleger interessant.
Metalle als Beimischung im Portfolio
Die Haupttreiber für die Metallpreise sind Zinssätze, Inflationserwartungen und der starke Kurs des US-Dollar. „Höhere Zinsen dämpfen dabei die Attraktivität nichtverzinster Anlagen wie Metalle“, erklärt Ortay Gelen von AXIA Asset Management. Zudem spielt China eine zentrale Rolle. Seine wirtschaftliche Entwicklung und staatlichen Investitionsprogramme wirken sich stark auf die Nachfrage aus. Die langfristigen Perspektiven sind trotz der aktuellen Herausforderungen vielversprechend. „Technologische Megatrends, wie die Energiewende und Digitalisierung treiben die Preise der Metalle im Wesentlichen“, betont Gelen. Insbesondere Kupfer und Silber böten hier Potenzial.
Für Privatanleger gibt es verschiedene Möglichkeiten, in Metalle zu investieren. ETCs und Rohstofffonds bieten einen Zugang zu den Märkten. „Wer es noch spekulativer mag, investiert in Aktien von Minenunternehmen, da Minenaktien eine gewisse Hebelwirkung aufweisen“, sagt Gelen. Für erfahrene Anleger gebe es zudem Zertifikate und Derivate, die zusätzliche Renditechancen aber auch höhere Risiken böten.
Diese Renditemöglichkeiten gibt es jedoch nicht umsonst. „Rohstoffe sind kein Selbstläufer. Sie werfen keine laufenden Erträge ab und sollten nur als Beimischung im Depot eingesetzt werden“, rät Wittek. Dennoch könne eine Beimischung von Metallen wie Gold und Silber in einem diversifizierten Portfolio wertvolle Stabilität bieten.
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Rohstoffe wie Gold und Silber und andere Edelmetalle haben eine lange Geschichte als Wertspeicher – besonders in Krisenzeiten. Doch auch andere Rohstoffe wie Platin, Kupfer oder Öl spielen eine entscheidende Rolle in der Weltwirtschaft und bieten erfolgsversprechende Investmentmöglichkeiten.